30. August 2010

Sag mal...

Du.
Manchmal denke ich über dich nach.
Wie du es so mit mir ,Mia, aushalten kannst.
Sag mir mal, wie du das machst. Bitte.
Ich meine, ich halte es manchmal selbst nicht mit mir , Mia, aus.
Du findest mich ungeschminkt hübsch. Zählst meine Sommersprossen und bedauerst es, wenn ich sie überschminke.
Du magst mich im Kleidchen, Jeans, Schlafanzugshose, Jogginghose. Du magst mich immer. Egal was ich anziehe.
Du kannst meine Sorgen klitzeklein machen und meine Traurigkeit oder Ängste verschwinden lassen. Manchmal musst du dafür nicht einmal etwas sagen.
Sag mir, Mia, mal wie du das schaffst.
Du findest mich wunderbar. Auch wenn ich 2kg zugenommen habe. Auch wenn ich nölig bin. Oder nerve. Oder alles zusammen. Du lächelst einfach.
Du kannst mich 42Tage am Stück ertragen. Tag und Nacht. 24Stunden lang.
Du magst meine kurzen Haare. Auch wenn du eigentlich längere hübscher findest. Du findest mich hübsch- so wie ich bin. Einfach so. Ohne es in Frage zu stellen.
Du kannst für mich und dich gleichzeitig kämpfen und hast Mut und Vertrauen für uns zwei. Du gibst mir Kraft und Halt. Immer. Wenn ich falle und stürze.
Ich meine, ich habe keine perfekte Figur, keine hüftlangen Seidenhaare, keine süßromantischen Gedanken, kein Studium, kein Auto und kein perfektes Leben, ich wohne noch nicht einmal in deiner Nähe.
Aber für dich bin ich perfekt. Irgendwie.
Du verzeihst es mir, wenn ich mir schlimme Dokusoaps im Fernsehen anschaue. Wenn ich nach 3min aus der Badewanne will, weil es mir zu warm ist. Wenn ich morgens nicht reden will und wenn ich am Abend zu viel rede. Wenn ich einen schlimmen Ohrwurm habe und wenn ich schief singe.
Du verzeihst mir zu viele Fragen und komplizierte Gedanken. Meine Schüchternheit und mein Kichern beim einschlafen. Wenn ich zuviel weine und dicke Tränen auf den Boden tropfen.
Du verzeihst es mir, wenn ich auf deinen Arm einschlafe und du dich so nicht bewegen kannst, wenn ich in der Nacht rede und dich vom Schlafen abhalte. Wenn ich genervt von der Arbeit komme und frierend Hunger habe. Wenn ich keine Filme sehen will und mich manche Dinge einfach nicht interessieren.
Du verzeihst es mir.
Sag mir, Mia, mal wie du das alles so machst. Mit Leichtigkeit.
Verrate es mir mal. Bitte.

Manchmal denke ich über dich nach.
Wie du es so mit mir ,Mia, aushalten kannst.
Du.
mit.
Mia.
Ich habe so viele Fragen an dich. 
Ich weiß nicht, wie du das alles schaffst und machst.
Weißt du, eigentlich weiß ich gar nicht so viel. Ich weiß manchmal noch nicht einmal wohin ich all meine Gedanken packen soll und wie ich immer an mich selbst glauben soll.
Ich weiß es wirklich nicht.
Du weißt es immer.
Ich bin oft unsicher und klein. 
Du machst mich sicher und groß.

Eins- weiß ich auch. Ganz genau.
Du bist meine große Liebe. Mit dir schaffe ich alles. Und noch viel mehr. Ja.
Du und Ich. Mia. Wir werden großartig sein. 

29. August 2010

Miri 1983

Miri war immer meine beste Freundin. Im Kindergarten.
Miri hat mich beschützt wenn der böse Torgen mich verkloppen wollte. Oder wenn die biestige Nicki die Puppenecke besetzt hat. Sie war immer mutiger als ich. Auch wenn sie kleiner war. Das war egal. Ich liebte ihre Locken und sie meine blonden Haare. Wir hörten in ihrem Bett Bibi Blocksberg und zelteten in unserem Garten. Miris Haus stand direkt neben dem Haus meiner Eltern. Nur ein schmaler Zaun trennte die Gärten. Ich stieg drüber- Miri kroch drunter her.
Wenn ich ins Bett musste habe ich ihr gewunken. Immer. Jeden Abend. Miri und ich. Wir waren unzertrennlich. Immer.
Wir kochten Blättersuppe und dekorierten Sandkuchen. Stundenlang. Wir schwammen im Planschbecken und sahen zusammen 1,2 oder 3 mit Bigi Lechtermann. Miri hatte sogar ein Autogramm von ihr. Ich wollte es gegen drei Glanzbilder tauschen. Aber das wollte sie nicht. Manchmal wollte Kathrin mit uns spielen. Kathrin wohnte drei Häuser weiter. Aber wir mochten sie nicht. Deshalb versteckten wir uns immer hinterm Haus oder hinterm Sofa. Es war ein grünes Cordsofa mit Fransen. Die fand ich sehr großartig. Ich glaube, wir waren am liebsten hinterm Sofa und verknoteten die Fransen miteinander. Miris Mutter fand es schrecklich. Sehr. Aber wir waren schon verschwunden bevor sie mit uns schimpfen konnte.

Miri und ich. Ja, wir waren unzertrennlich. Vor 27Jahren.
Lange Zeit habe ich Miri nicht gesehen. Sie studierte. In Spanien. Wollte die Welt erkunden, fremde Sprachen lernen und viele neue Menschen treffen. Ich habe Miri dafür immer bewundert. Manchmal hat sie mir eine Karte geschickt. Die letzte Nachricht die ich von ihr bekam war, dass sie im Krankenhaus liegt.
Miri hat Krebs. Sie weiß nicht ob sie noch einmal das Krankenhaus verlassen kann.
Miri und ich. Wir waren unzertrennlich. Wir sind unzertrennlich.
Ja.

28. August 2010

Ich verrate euch was...


Hihihihihihih. ( Stellt euch an dieser Stelle wahnwitzges Mädchengekicher vor)
(Text folgt)

27. August 2010

Tock Tock Tock Tock

Manchmal ist mein Herz schwer. Also, ganz schwer. So schwer, dass mir Tränen über die Wangen laufen und plitsch platsch auf den Boden tropfen. Hübsche Gedanken versuchen dann, mein Herz leichter und freier zu machen. Aber es funktioniert nicht. Mein Herz ist da manchmal etwas schwer hörig.Vielleicht auch stur. Ja. Schon. Besonders wenn es traurig ist. " He, kleines Herz," rufen meine Gedanken, " es ist doch alles nicht so schlimm. Komm schon kleines Zuckerherz- hör auf uns und denk an bunte Bilder. Schlag etwas schneller und hüpf etwas auf und ab. Los."
Aber mein Herz will nicht schneller schlagen und auch nicht auf und ab hüpfen. Überhauptreingarnicht.
Plitsch Platsch tropfen dicke Tränen zu Boden.
" He, mein Liebling, " ruft eine Stimme," es ist doch alles nicht so schlimm. Komm schon mein Schatz- hör auf und denk an uns und unsere gemeinsamen Momente. Lauf etwas schneller und hüpf auf und ab. Los."
Und ich renne. Auf dich zu. In deine Arme. Du umarmst mich. Fest. Lässt mich nicht los. Summst in mein Ohr und mein kleines Herz beruhigt sich. Schluchzt ab und an noch leise, aber es weint nicht mehr.
Dann ist mein Herz ganz leicht. Also, fast schwerelos. So schwerelos, dass ich lächeln muss.

Danke.

18. August 2010

Ich lebe. Noch.