29. November 2009

Für dich

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Verliebte Gedanken am Morgen. Am knüseligen Morgen.


26. November 2009

Ringel Rangel

Keine Angst. Ich will mich nicht verloben.Punkt. Das gleich mal zu Beginn.
Es ist nur so. Zufällig, also wirklich zufällig, bin ich eben auf eine Internetseite mit Partnerringen gekommen. Ich schaute sie mir so an und stellte fest, dass ich die Idee an sich ganz nett finde. Allerdings gefiel mir davon kaum ein Ring .Nein. Wirklich nicht. Männlich, klobig, breit, mit schwarzen Elementen. Ich meine, ich bin ein Mädchen- also möchte ich einen hübschen Mädchenring. Logisch der Mann- eher nicht. Warum gibt es da nicht etwas ähnliches aber dennoch feminin und männlich. Zu schwierig? Macht sich da keiner Gedanken drüber? Oder denke ich da nur so kompliziert und alle anderen Damen nehmen die breiten unhübschen Ringe so hin?
Kennt jemand hübsche Partnerringe? Wenn ja- Fotos, Links, Beschreibungen.
Ich bin gespannt.

25. November 2009

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Ich würde gerne schreiben. Übers Abnehmen. Über die neue Dünnheit. Über mich.
Aber ich traue mich nicht. Je dünner ich wurde, desto empfindlicher wurde ich. Verletzbarer. Viel schneller als früher. Ja, jedes Wort trifft mich da mit doppelter Wucht. Schlägt mich gegen die Wand, lässt mich auf de Boden gleiten und langsam verbluten.Kläglich. Ich bin nicht mehr wie früher. Dabei bin ich immer noch Mia. Mia Niemand. Manchmal suche ich mich. Ich kann mich nicht finden. Ich bin nicht unglücklich und doch manchmal am Boden zerstört.
Ich würde gerne schreiben. Wie es ist auf einmal dünn zu sein. Wie es ist auf vieles zu verzichten. Wie es ist von Schokoladenkuchen zu träumen. Wie es ist angegriffen zu werden. Wie es ist, wenn man sich ständig rechtfertigen und erklären muss. Wie man plötzlich völlig orientierungslos in diversen Geschäften steht und man gar nicht weiß was man kaufen muss und welche Größe man überhaupt benötigt. Wie es ist, wenn man ständig friert und pausenlos Gänsehaut hat.Wie es ist, wenn man nicht mehr erkannt wird und bekannte Menschen an einem vorbei gehen.
Ich bin kein besserer Mensch geworden. Ich bin nicht mutiger und nicht selbstsicherer.
Ich bin verletzlicher. Ja. Daher habe ich Angst. Etwas Angst vor den viele kleinen Geschichten.

24. November 2009

Schneckenpost

Ich liege auf der Straße. Ganz nah am Asphalt. Meine Wange berührt fast das kalte Grau. Nass. Schmutzig.Kalt.  Eine kleine Schnecke kriecht an mir vorbei. Langsam. Sehr, sehr langsam. Fast höre ich sie keuchen. Angestrengt zieht sie ihr Häuschen. Ihr schweres.
Ich liege auf der Straße. Ganz still. Betrachte sie und flüstere leise: " He, kleine Schnecke. Zieh dein Häuschen aus. Leih es mir. Für einen Augenblick. Ich brauche ein Heim. Ich brauche Schutz. Ich will mich verkriechen. Jetzt. Ich brauche einen kleinen Panzer und mehr Sicherheit. He, kleine Schnecke...warte auf mich. Nur kurz." Aber die kleine Schnecke hörte mich nicht mehr, kroch keuchend weiter und drehte sich nicht um. Schade. Chance vertan.

19. November 2009

Die tollste Frau. Ever.

Es war ein Winterabend. Ein Winterabend so wie heute. Der Himmel mischt sein ödes graublau mit einem knalligen pinkorange und die wenigen Vögel, die noch da sind, plustern sich in den Bäumen auf. Kalt ist es. Stürmisch. Mal kein Regen Ich mag solche Winterabende. Mochte ich schon immer. Ja.
Es war ein Winterabend. So wie heute. Als meine Oma hinter mir stand. Mir durch mein Haar strich und etwas meine Wange hielt. Sie stand da. Ganz ruhig. Wir schauten aus dem Fenster und betrachteten den graupinken Himmel. Sie roch nach frischer Dauerwelle und Haarspray, ihre Wangen waren leicht gerötet und ihre Hände rochen nach frischer Seife und Lavendel. "Die Engel backen Plätzchen." Ich nickte leise. Seit mehr als 20Jahren erzählte sie mir von den Engeln, den Plätzchen und den riesigen Öfen. Jedes Jahr wieder. Und jedes Jahr wieder war ich etwas erstaunt, überrascht und erfreut.
Es war ein Winterabend. Ein Winterabend so wie heute. Als meine Oma das letzte Mal bei mir war. Ihre Tasche stand im Flur, so wie immer. Mein Opa saß im Sessel, vor der Heizung und döste ein wenig. Meine Oma redete und redete. Sie erzählte gern. Sehr gern. Sie erzählte von Nachbarn und komischen Leuten, von Spaziergängen und armen Kindern, von mürrischen alten Damen und ihren Hunden, von eleganten Herren und  verwirrten Studenten. Sie redete und dabei sprudelte es fast aus ihr heraus. Sie war herzlich. So verdammt herzlich. Sie trank Kaffee und biss zwischen durch in ein Ochsenauge. (Mir brachte sie immer einen Nougatring mit- obwohl ich den nie so wirklich mochte.) Sie war herzensgut und heimlich wollte ich immer so werden wie sie. Ja, das war mein Plan.
Es war ein Winterabend. Ein Winterabend so wie heute. Als meine Oma starb. Plötzlich. Unerwartet. Einfach so. Ohne sich zu verabschieden. Ein Anruf, betroffene Gesichter. Kein Wort wurde gesagt, dennoch wusste ich sofort was passiert war. Tränen tropften auf den gefrorenen Boden. Pitsch. Platsch. Klirr. Zerbrochen. Eine Träne. Ein Herz. Eine kleine Welt. Meine kleine Welt.
Es ist wieder so ein Winterabend. Wieder so ein Winterabend an dem ich meine Oma vermisse. Ihr Lachen, ihre herzliche Art, ihre Geschichten, ihre warmen Hände, ihren Geruch und selbst ihre Nougatringe fehlen mir. Alles fehlt. Manchmal, an so einem Abend, wünsche ich mir nichts sehnlicher als in den Arm genommen zu werden und noch einmal " Mieze, meine kleine Mieze" zu hören. Leise. Ganz leise. Und dann flüstert sie mir noch einmal die Geschichte von den Engeln, den Plätzchen und den riesigen Öfen ins Ohr- bevor, ja bevor ich sie vergesse.

18. November 2009

Ferne Nähe

September 2008

Nähe. Näher. Nah bei dir.
Kann ich in deiner Nähe sein, auch wenn du weit von mir entfernt bist?
Können wir uns näher kommen, auch wenn ich nicht deinen Herzschlag spüre?
Kann ich nah bei dir sein,wenn dein Duft schon lange nicht mehr in meiner Wohnung ist?
Können wir uns nah so unendlich nah sein, dass nichts und niemand uns trennen kann?
Können wir uns annähern, auch wenn wir uns nicht so häufig sehen?
Kann ich dir meine Nähe schenken, wenn es dir nicht gut geht und wir uns nur am Telefon haben?
Kannst du nah bei mir sein, wenn ich einsam bin und leise weinen muss?
Können wir näher zusammenrücken, damit unser Herzschlag im Takt schlägt?
Nah. Ganz nah. Und noch etwas näher.

November 2009

Ja.

8. November 2009